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Tanka

Schon seit dem 4. Jahrhundert ist das Tanka ebenfalls aus Japan bekannt. Es hat eine fünfzeilige Gestaltungsform und ist der Vorläufer des Haiku. Es besteht aus einem dreizeiligen Oberstollen, 5 -  7 – 5  silbig und aus einem zweizeiligen Unterstollen 7 – 7 silbig. Es umfaßt somit 31 Silben.

 

Zarte Schneeflöckchen
zieren Bäume und Sträucher -
ausgefallene
lichtfunkelnde Schmuckstücke.
Jedes glänzt als Unikat.

D.Heider

 

Sumpfdotterblume
am murmelnden klaren Bach -
frühlingssonnengelb -
schmückt sie die grüne Wiese
ohne Pinsel und Farben.

D.Heider

 

Stare im Kirschbaum -
schillerfarb'ne Federbrust
grün irisierend.
Sie geben ein Pfeifkonzert.
Das schönste, das ich kenne.

D.Heider

 

Ein knospendes Beet -
die Rosen im Sonnenschein -
doch Rosen eilen.
Gefallene Blütenpracht,
duftend - verglühend das Licht.

D.Heider

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Märzveilchenteppich
bedeckt die Frühlingswiese.
Riech ich die Veilchen
oder atme ich vielleicht
den Himmel in reinstem Blau?

D.Heider

 

Die junge Weide
von einem Hauche Hellgrün
überzogen strahlt
in den fließenden Strom und
bestaunt ihr Frühlingsantlitz

D.Heider

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Kann mich nicht satt seh'n
an Märzveilchen - auch ihren
Duft vermiss' ich - bis
zum nächsten Frühling wie die
Schwalben, die dann wiederkehr'n.

D.Heider

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